Hydra von Chris Marten

[aartikel]3785723768:right[/aartikel]Die Journalistin Beate Rehbein leidet seit ihrer Rückkehr aus dem Irak an Alpträumen, doch die Sicherheit des eigenen Hauses lässt sie langsam wieder zur Ruhe kommen, bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem sie eine seltsame Mail öffnet, die im ersten Moment wie ein schlechter Scherz anmutet. Noch in dem festen Glauben, dass es sich um nichts anderes als diesen handeln kann, muss sie schon bald– mit jeder weiteren Botschaft – feststellen, dass es sich dabei wohl um bittere, wahnsinnige Realität handelt, die sich bei dem Öffnen eines Mailanhanges, der eine brutale Hinrichtung offenbart, endgültig bestätigt. Nun heißt es für sie sich selber und vor Allem ihre Familie schützen, doch dies geht nur wenn sie sich auf das makabre und grauenvolle Spiel des Serienmörders einlässt, nämlich indem sie sein Sprachrohr wird. Was wird sie tun?

Kritik zu Hydra von Chris Marten

Mit dem Krimi „Hydra“ gelingt dem Autorenteam hinter dem Pseudonym Chris Marten einen mitreißenden Thriller, der den Leser fast das gesamte Buch über zu fesseln weiß. Die ersten 600 Seiten, des über 700 Seiten fassenden Werkes, mag man gar nicht aus der Hand legen, während der Rest des Buches ein wenig enttäuscht, man dennoch nun auch das Ende erfahren will und vielleicht noch auf eine Rückkehr zu den vorherigen Glanzleistungen hofft. Klassik-Fans werden von der Idee der Einbeziehung eines Schillerwerkes begeistert sein, doch auch jene, die damit nur wenig anzufangen wissen, kommen bei diesem Buch auf ihre Kosten.

Hervorragende Recherchen, detaillierte Beschreibungen und ein guter Schreibstil wissen genauso zu begeistern wie eindringlich beschriebene Tathergänge und wechselnde Perspektiven innerhalb der Handlungsgeschichte. Die Charaktere sind nicht stereotyp und gerade deshalb sympathisch, denn auch sie sind Menschen mit Fehlern. Zwar gelingt es einem nur schwer wirklich eine Beziehung zu den Hauptfiguren aufzubauen, doch fühlt man nichtsdestotrotz mit ihnen mit, auch wenn sie stets auf empathischer Linie ein wenig außen vor zu stehen scheinen. Ein Thriller der Extragüte, dem es gelingt einmal mehr aufzuzeigen, dass man im Leben stets mit dem Ungewissen rechnen muss und dabei alles passieren kann. Lesespaß – selbst auf den etwas enttäuschenden letzten Seiten – auf ganzer Linie. Diese Rezension zu dem Roman „Hydra“ von Chris Marten wurde verfasst von Micky.