Herr aller Dinge von Andreas Eschbach

[aartikel]3785724292:right[/aartikel]Der neue Roman „Herr aller Dinge“ von Andreas Eschbach ist inhaltlich eng mit der Thematik der Nanotechnologie verknüpft. Aber das ist längst nicht alles, was dieser Roman behandelt und man würde es sich zu leicht machen, wenn man ihn deshalb allein dem Science Fiction-Genre zuordnet.

Andreas Eschbach selbst gibt eine Erklärung zur Entstehungsgeschichte seines neuen Romans und aller anderen, den Vorhergegangenen ebenso wie den Nachfolgenden. Immer wieder kommen ihm während der Zeitspanne, die er am neuesten Werk arbeitet, unzählige neue Ideen, die eingeflochten oder zumindest wartend abgelegt werden wollen, bis sie in einem seiner Texte Verwendung finden.

Auch bei seinem aktuellen Hauptcharakter Hiroshi Kato geht es so. Während dieser sich als kleiner Junge draußen aufhält, sieht er im nebenan liegenden Garten ein Mädchen, zu dem es ihn hinzieht. Es ist der französische Botschaftsgarten und die Kleine steht dort allein und irgendwie verloren im Regen herum. Da kommt in ihm der Wunsch auf, ihre Bekanntschaft zu machen, doch wie soll er, der Sohn einer Waschfrau, in den Garten hinein und zu dem Mädchen gelangen? Dazu bedarf es eines Tricks und tatsächlich erreicht Hiroshi sein Ziel und freundet sich sogar mit Charlotte, der Tochter des Botschafters an.

So zeichnet Andreas Eschbach in seinem Roman „Herr aller Dinge“ das altbekannte Bild der Beziehung zwischen arm und reich mit dem vertrauten Muster „Was nicht sein kann, das nicht sein darf“. Aber immer wieder werden die zwei Protagonisten sich begegnen, eine Wegstrecke zusammen gehen und wieder auseinander driften. Darüber werden Charlotte und Hiroshi erwachsen und steigen beide ein in die spannende Welt neuer und gefährlicher Technologien und Wissenschaften.

Hiroshi liegt die Zukunft der gesamten Menschheit am Herzen, ein Thema, dem sich auch schon andere Charaktere von Andreas Eschbach verschrieben hatten. Wird es dem jungen Mann tatsächlich gelingen, der Menschheit einen unerwarteten Dienst zu erweisen. Wird er es schaffen, die Armut zu besiegen, sodass jeder Mensch von allen Gütern ausreichend besitzen kann? Der Weg zu seinem Ziel allerdings gestaltet sich anders, als es zuerst den Anschein hat, denn er verbindet sich mit einer verlorengegangenen Idee, einer Idee, die älter ist als die Menschheit.

Auch die Harvard Studentin Charlotte, die sich der Präanthropologie verschrieben hat, erhält ihren Anteil an der weiterführenden Handlung in Andreas Eschbachs Roman „Herr aller Dinge“. Das so geschaffene, moderne Märchen erzählt also nicht von Katastrophen und gefährlichen Technologien, die die Menschheit vernichten. Es erzählt vielmehr die innige Geschichte einer Liebe und lässt die Charaktere daran arbeiten, die Lösung für ein lang gehütetes Geheimnis und vor allem zur Rettung der Menschheit in eine gemeinsame Zukunft finden.

Der Herr aller Dinge von Andreas Eschbach lässt dabei nicht eine Zeile lang die nötige Spannung für den Leser vermissen.

Die Serien „Das Marsprojekt“ und „Das Quest-Universum“ von Andreas Eschbach findest du bei buecherserien.de unter Andreas Eschbach.