Das Geständnis von John Grisham

[aartikel]3453266595:right[/aartikel]Die Schweigepflicht ist für einen Geistlichen im Rahmen der Beichte das oberste Gebot, doch was, wenn von dieser ein Leben abhängt? Reverend Keith Schroeder erhält eines Tages Besuch von einem kränklichen Mann, der von sich behauptet dem Sterben nahe zu sein und zum Abschluss dessen beichten möchte. Das Bekenntnis welches sich dem Reverend daraufhin eröffnet, stürzt diesen in einen moralischen Zwiespalt, denn der Mann gesteht eine Tat, für die seit acht Jahren ein Anderer unschuldig im Gefängnis sitzt und in wenigen Tagen hingerichtet werden soll. Der Täter kann dazu überredet werden, dass er am Ort des Verbrechens ein Geständnis abgibt, doch was als einfache Rettung eines Unschuldigen beginnt, mutiert zu einem Kampf gegen die Zeit und gegen die Mühlen der Justiz, die manchmal ganz eigenwillig und blind malen.

Kritik zu Das Geständnis von John Grisham

Mit „Das Geständnis“ ist dem Autor John Grisham nach langem endlich wieder ein echter Thriller voller Spannung und mitreißenden Emotionen gelungen. Ließen seine letzten Werke dahingehend doch sehr zu wünschen übrig, konnte er mit diesem Roman wieder an alte Spannungswerke wie „Die Akte“, „Die Firma“ oder „Die Jury“ anknüpfen. Es gelingt dem Autor dabei die konträren Seiten der Medaille Todesstrafe so intensiv zu zeichnen, dass man mit Beiden, trotz aller Vorbehalte und nicht selten Empörung, durchaus mitfühlen kann. Grisham zeigt in seinem Werk deutlich auf, dass die Justiz nicht immer die gerechten und richtigen Wege geht, sondern dass sie sich von den Vorurteilen und Machenschaften der Menschen sehr stark beeinflussen lässt, besonders wenn es um eine Frage des sogenannten Prestige geht.

Er macht sehr klar, wie intensiv Wahrheit im Sinne einer relevanten Masse zurechtgebogen werden kann, ebenso wie dies mit Unwahrheit geschieht, bis Beide genau das Gegenteil zu sein scheinen. Der Autor hebt im Prinzip einen mahnenden Finger und bringt diesen so spannend und packend herüber, dass man als Leser nicht gewillt ist das Buch einen Moment aus der Hand zu legen. Dennoch muss sich der Leser sicherlich auch bei der Lektüre dieses Romans, der  Justiz-Thriller und Plädoyer gegen die Todesstrafe zugleich ist, die Frage stellen: wie viel des  Buches ist wirklich pure Fiktion und wie viel der Realität entnommen.

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