Rezension: Imperium von Robert Harris

Er war einer der größten Redner, Anwälte und Staatsmänner des römischen Imperiums und Marcus Tullius Tiro hatte die Pflicht aber zugleich die Ehre ihm als Sklave zur Seite zu stehen: Cicero. Mit über 100 Jahren – und nach dem Tode seines Herren – längst auf dem Land in Freiheit lebend, schreibt Tiro – Erfinder der Stenographie – die Geschichte seines ehemaligen Besitzers und Freund nieder, so wie dieser es gerne gewollt hätte. Er erinnert sich an seine Reden und seine Fälle, seine staatlichen Spagate und seine Zwiespalte zwischen dem Wunsch ein großer Staatsmann zu werden und seinem eigenen Gewissen treu zu bleiben. Tiro lässt die Geschichte lebendig werden und weist dabei auf die verführende Macht der Worte hin, welche einen Menschen zum...

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