Science Fiction Romane

Seit den 30er Jahren des 20. Jahrhundert prägt der Begriff Science Fiction als Genre die Literatur, doch sind sich viele mit der Definition derer uneins. So wird Literatur wie „Star Wars“ von einigen Experten eher als klassisches Märchen denn als Science Fiction gesehen, auch wenn die meisten Leser dies anders sehen. Sicher sind sich jedoch alle Definitionen darin, dass sich Science Fiction mit einem Zukunftsbild unserer Welt beschäftigt, dass auch weit über die Grenzen des bisher Bekannten hinausgehen kann. Doch auch wenn der Begriff selber erst vor einigen Jahrzehnten ins Leben gerufen wurde, existieren entsprechende Werke bereits seit dem 19. Jahrhundert – Vorläufer wie Bücher von Voltaire oder Swift sogar schon seit dem 17. Jahrhundert. Als eigentliche Väter der Science Fiction gelten heute vor allem Autoren wie Jules Verne, H.G. Wells und Mary Shelley.

Science Fiction unterteilt sich in diverse Subgenren, die sich wie folgt darstellen. Im Cyberpunk wird die Fusion zwischen dem Menschen und der Maschine dargestellt. Oftmals spielen die Werke in greifbarer Zukunft und Ländern, die von Konzernen regiert werden und die Gesellschaft mit Hightech beschäftigen und somit ruhig stellen. Der Grundstein für diese Literaturart wurde mit dem Roman „Neuromancer“ von William Gibson im Jahr 1984 gelegt. So genannte Dysutopien sind der Endzeit Science Fiction sehr nahe, beschäftigen sich aber entgegen dieser nicht mit dem Leben nach einem verwüstenden Krieg, sondern mit dem – teilweise am Rande des Wahnsinns oder darüber hinaus grenzenden – Leben unter der totalitären Kontrolle eines Systems. Beispiele hierfür sind George Orwell’s „1984“ oder „Fahrenheit 451“, derweil „Die Wolke“ oder „Nach der Stunde Null“ zur klassischen Endzeit zählen. Bei der so genannten Hard SF geht es um Utopien, die sich mit einem rein wissenschaftlichen Hintergrund beschäftigen und dabei auf eine Detailgenauigkeit stützen, die auf heutigen Ergebnissen beruhen.

In dem Subgenre der Parallelwelten werden Szenarien nach dem Prinzip „was wäre wenn“ dargestellt. Hierbei geht es darum, wie bereits gefällte Entscheidungen in der Vergangenheit anders entschieden wurden und wie deren Auswirkungen auf das zukünftige Leben wären. Dabei werden oftmals auch andere Dimensionen oder Welten betrachtet. Das Subgenre der Paranoia war besonders in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts sehr beliebt in der Literatur. Hier ging es zumeist um die Ängste möglicher Invasionen – in der Regel von den USA – durch außerirdische Unterwanderungen. Bekannte Werke stammen zum Beispiel von Jack Finney. Auch die Vermischung mit dem Horrorgenre ist in der Science Fiction oft zu finden. So wird ein entsprechendes Umfeld in die Zukunft und vielfach in den Weltraum adaptiert um den Leser mit grauenerregenden und schockierenden Szenarien zu fesseln. Die wohl berühmtesten Vertreter des Science Fiction sind jedoch die so genannten Space Opera. Dieses Subgenre erzählt von großen Abenteuern über mehrere Planeten verteilt oder sogar in ganzen Galaxien. Literarische Vertreter findet man hier in „Dune – Der Wüstenplanet“, in „Star Trek“, in „Perry Rhodan“ und auch in dem umstrittenen „Star Wars“.