Der Menschenmacher von Cody McFadyen

Sie nennen ihn Vater, denn nichts Anderes haben sie gelernt, doch letztlich sind David und die beiden anderen Kinder, mit denen er zusammen bei dem Mann lebt nichts weiter als dessen Gefangene. Der Mann ist grausam zu ihnen und misshandelt sie nicht selten mit Gürtel oder Zigaretten. Außerdem stellt er ihnen schier unmögliche Aufgaben, die dazu führen sollen, dass sie wachsen – oder wie der „Vater“ sich auszudrücken weiß, dass sie evolvieren. Wollen sie überleben, müssen sie einen schweren Schritt begehen: sie müssen den „Vater“ töten. Zwanzig Jahre nach dieser Tat ist David – trotz seiner fortwährenden Alpträume – ein erfolgreicher Autor geworden und lebt ein recht ruhiges Leben. Bis ihn eines Tages ein Brief erreicht in dem nur ein Wort steht: evolviere. Ist der Mann, den sie Vater nennen mussten vielleicht doch nicht tot? David muss sich seiner Vergangenheit stellen und mit dieser schrecklichen Wahrheiten.

Kritik zu Der Menschenmacher von Cody McFadyen

Mit „Der Menschenmacher“ ist Cody McFadyen ein weiterer Thriller in seiner typischen grausamen, harten aber auch spannenden und flüssig geschriebenen Art und Weise gelungen. Dennoch weist das Buch diverse Schwächen auf, was auch in der Fangemeinde zu allerlei negativen Rückmeldungen führte. Doch auch wenn das Werk bei Weitem nicht an die Werke der Smoky Barrett-Reihe heranreicht, kann es sich doch sehen lassen. Das Buch ist in weiten Teilen ungebremst spannend und zeigt, dass der Autor auch mit neuen Konzepten seinem eigentlichen Stil treu zu bleiben weiß, ein Stil, der ihn zu einem der besten, wenn auch gleichzeitig sicherlich grausamsten Thrillerautoren unserer Zeit macht.

Der Schreibstil ist unverändert flüssig, dennoch neigt das Buch in manchen Passagen doch dazu sich in zu vielen Details zu verlieren und somit dem flüssigen, weitestgehend spannenden Stil einige male mit gähnender Langeweile zu überrennen, so dass man doch den Wunsch hegt – ganz ungewohnt für ein Werk  von Cody McFadyen – das Buch weg zu legen. Allerdings halten sich diese Schwächen noch halbwegs in Grenzen und wenn man sich durch die wenigen langweiligen Passagen durchgekämpft hat, wird man jedes Mal wieder mit Spannung belohnt. Ein weiterer negativer Faktor dieses Werkes ist das unglaubwürdige Ende. Hier hinterlässt Cody McFadyen das Gefühl, dass ihm nichts Besseres mehr eingefallen ist und er dringend etwas konstruieren musste. Das bekommt dem Gesamtbild des Buches jedoch nur bedingt und es ist schade, dass McFadyen hier nichts Besseres in den Sinn gekommen zu sein scheint. Dennoch ist das Buch für Fans ein Muss, auch wenn man sich durchaus ein wenig Durchhaltevermögen wird aneignen müssen. Diese Rezension zu dem Roman „Der Menschenmacher“ von Cody McFadyen wurde verfasst von Micky.

Weitere Infos zu Cody McFadyen:

Die Smoky Barrett-Reihe:

Cody McFadyen in der Wikipedia

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